Heilbronn als Schwarmstadt? Warum nicht schon 2023!

von Nadia Aleksan

Schwarmstadt Heilbronn

Chapeau: Im aktuellen Dynamikranking der deutschen Städte belegt Heilbronn Platz 2, nur Berlin schneidet noch besser ab. Damit hat die Stadt beste Voraussetzungen, demnächst sogar als Schwarmstadt charakterisiert zu werden: Junge Menschen steigen demnach wie Vögel aus ihren Heimatregionen auf und lassen sich – als Schwarm – in den entsprechenden Städten auf Dauer nieder. Dr.in Yvonne Zajontz, Professorin für Markt- und Medienforschung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn (DHBW) hat das Potenzial von Heilbronn untersucht und zeigt sich optimistisch. Auch dank der 42.

Schwarmstädte leben insbesondere von der Anziehungskraft ihrer Hochschulen. Hinzu kommen Aspekte wie Lebensqualität, Jobperspektiven und ein Image, das über die Region hinausreicht. Bei der letzten deutschlandweiten Studie verfehlte Heilbronn eine Platzierung unter den Top 40. Die nächste Erhebung für Heilbronn steht im kommenden Jahr an. Prof.in Zajontz: „So wie sich Heilbronn in den letzten Jahren entwickelt hat, kann es sehr gut sein, dass wir in den Olymp der Schwarmstädte aufsteigen!“

Die Rolle der 42
Die 42 Heilbronn kann dabei ein wichtiger Faktor sein, so die Wissenschaftlerin. Erstens erwartet sie, dass die Hochschule ein ganz besonderes Flair entwickeln in der Stadt und zur Internationalisierung beitragen wird. Zweitens sei die 42 bereits heute kreativer Treiber für Zukunftsprojekte wie der KI-Innovationspark. Als Vorgeschmack organisiert die Programmierschule vom 22. bis 24. Juli ein KI-Festival am Neckar. Drittens bereichert das Lernkonzept der 42 die Heilbronner Hochschullandschaft insgesamt, so Prof.in Zajontz: „Aus klassischer Hochschulsicht kann man viel von der 42 lernen. Wie organisieren sich die Studierenden? Wie tauschen sie sich untereinander aus und weshalb versinkt die Schule nicht im anarchischen Chaos?“

Raus aus der black box!
Damit die 42 Heilbronn ihr Potenzial voll entfalten könne, müsse sie in der Region aber noch bekannter (sichtbarer) werden und sich im Stadtbild verankern. Prof.in Zajontz: „Natürlich ist die 42 bei Unternehmen und der Wissenschaft ein Begriff und weckt Neugier. Dennoch ist sie für viele noch eine ‚black box‘.“ Das soll anders werden. Über das 2023 eröffnende Coworking Space im Stil von Palo Altos "HanaHaus" in den Räumen der Schule, Festivals und Ausstellungen sowie Diskussionsreihen und Vorträge – die für jede und jeden zugänglich sind – wird sich die 42 noch stärker einbringen und dazu beitragen, dass Heilbronn zur Schwarmstadt aufsteigt.

 

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